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Paggenzan ist der Name einer Figur in Heinrich Wittenwilers satirischem Lehrgedicht „Der Ring“. Er ist der Hauptmann der Schwyzer und kämpft im Dörferkrieg auf Seiten der Nissinger gegen die Lappenhauser. Strudel, der Nissinger Bürgermeister, bezeichnet den Helden aus Aurach als den kühnsten Hauptmann der gesamten Christenheit. Im Kampf tötet er sechsundzwanzig Heiden mit einem Schlag.

ZitateBearbeiten

  • Erste Erwähnung: Der dritte haubtman ist gerait / Der fraidigest der cristenhait; / Er ist ein fiess vil wol derkant: / Her Paggenzan von Sweitzer land, / Der von Aurach hie mein herren / Hat gefüeret so von verren. (Der Ring, Vv. 8157-8162)
  • Do sprach Paggenzan der man: / ‚We, wie wench ich rechtens kan! / Ich waiss vil chlaine, waz die gschrift / Singet, saget oder stift.‘ (Der Ring, Vv. 8427-8430)
  • Paggenzan mäht die Heiden nieder: Paggenzan tet einen schlag, / Das îr sechs und zwainzig do / Vielen nider sam das stro, / Do was der haiden klaide hert, / Secht, das von dem selben gfert / Das leder pochslent ward so fast: / Man hort es über zehen rast! (Der Ring, Vv. 9117-9123)