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Kriemhilt ist eine Sagenfigur verschiedener germanischer Sagenkreise.

Chriemhilt im NibelungenliedBearbeiten

Herkunft und CharakterBearbeiten

Chriemhilt ist eine burgundische Königstochter und steht unter dem besonderen Schutz ihrer drei Brüder, der Könige Gunther, Gêrnôt und Gîselher. Sie ist ein vil édel magedin, von unbeschreiblicher Schönheit und wird von allen geschätzt und gemocht. Ihre Mutter ist Uote, eine mächtige Königin. Ihr verstorbener Vater Dancrât, ein sehr mutiger Mann, hatte sich in jungen Jahren großes Ansehen erworben. Nach seinem Tod gingen Land und Besitz auf seine Kinder über.

FalkentraumBearbeiten

Eines Nachts träumt Chriemhilt, dass sie einen schönen, starken und wilden Falken abrichtet, dieser jedoch von zwei Adlern zerfleischt wird. Ihre Mutter deutet den Falken als einen geliebten Edelmann. Um diesem Schicksalsschlag zu entgehen, beschließt Chriemhilt gegen den Willen Uotes, der Liebe zu entsagen.

Liebe zu SîfritBearbeiten

Sie genießt eine höfische Bildung und wird von vielen umworben. Nach der Ankunft des Santener Königssohns Sîfrit am Wormser Hof beobachtet sie diesen häufig von ihrem Fenster aus und verliebt sich in ihn. Sîfrit hat vor, um Chriemhilts Hand anzuhalten, bekommt sie jedoch ein Jahr lang nicht zu Gesicht.

Als die Burgunden ihren Sieg über die Dänen und Sachsen feiern, der maßgeblich Sîfrit zu verdanken ist, rät Ortwîn von Metz seinem Herren Gunther, die Frauen des Hofes, besonders die schöne Chriemhilt auf dem Fest zu präsentieren. Chriemhilt zieht daraufhin mit Uote und vielen Begleiterinnen ein, wobei sie wie das Morgenrot erscheint, das duch trübe Wolken bricht. Gêrnôt legt seinem Buder Gunther nahe, Sîfrit die Hand Chriemhilts zu gewähren. Diese grüßt Sîfrit und schenkt ihm verliebte Blicke. Ihr wird sogar erlaubt, den Helden zu küssen. Nach der Messe, die sie allein besucht, dankt sie Sîfrit für seine Dienste im Sachsenkrieg. Die folgenden zwölf Tage sehen die beiden sich häufiger.

Chriemhilt verabschiedet die verwundeten Dänen und Sachsen.

Als Gunther Sîfrit um Unterstützung bei der Werbung um die isländische Königin Pruenhilde bittet, fordert dieser als Gegenleistung die Hand Chriemhilts.


ZitateBearbeiten

  • Erste Erwähnung: Ez wuohs in Búrgónden ein vil edel magedîn, / daz in allen landen niht schœners mohte sîn, / Kriemhilt geheizen: si wart ein scœne wîp. / dar umbe muosen degene vil verlíesén den lîp.

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