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Kützeldarm (auch: Chützeldarm) ist der Name einer Figur in Heinrich Wittenwilers satirischem Lehrgedicht „Der Ring“. Sie ist die Tochter Pütreichs und wird als „gail“ („fröhlich“/„üppig“/„schön“) beschrieben.

Kützeldarm kommt aus Nissingen und reist zur Hochzeit von Bertschi Triefnas und Mätzli Rüerenzumph nach Lappenhausen. Nach der Rauferei und der anschließenden Flucht der Nissinger Männer bleibt sie in Lappenhausen zurück und wird von vier Männern vergewaltigt.

ZitateBearbeiten

  • Erste Erwähnung: Der diernen was ein michel tail: / Die erst hiess Chützeldarm die gail, / Die ander Gredul Ungemäss, / Die dritte Ändel Pfefferräss, / Die reudig Wasserschepferin / Und die schön fro Gnepferin. (Der Ring, Vv. 5325-5330)
  • Pütreich sorgt sich um seine Tochter: Des gedacht im Pütreich do / An sein tochtren Kützeldarmen; / Er muost sich über sei derparmen / Und sprach: ‚Her Snegg, daz tät ich gern; / So muoss man sein umb sach enbern. / Waist nicht, daz gevangen sind / Unser tochtren? Pist du plind? / Dar umb so volgt es meinem rat / Und eillt nit zuo der rach so drat! [...]‘ (Der Ring, Vv. 6771-6779)
  • Kützeldarms Vergewaltigung: Hiet die praut nür einen man, / Kützeldarm îr vier gewan. (Der Ring, Vv. 7088f.)

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