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Guggoch ist der Name einer Figur in Heinrich Wittenwilers satirischem Lehrgedicht „Der Ring“. Er kommt aus Seurrenstorff und reist zur Hochzeit von Bertschi Triefnas mit Mätzli Rüerenzumph nach Lappenhausen. Beim Hochzeitsmahl überredet ihn Uotz vom hag mit gespielten Schmeicheleien, ein Gedicht über Dietrich von Bern vorzutragen. Während Guggoch mit der Rezitation beschäftigt ist, essen ihm die anderen Gäste die begehrten Fische vor der Nase weg. Als er die List bemerkt, ist der „grindig“ Guggoch wütend und betrübt zugleich.

ZitateBearbeiten

  • Erste Erwähnung: Von Seurrenstorff îr chamen vier: / Daz was der Palstersach der zier, / Teufelsgaden, Schabenloch / Und der grindig Guggoch. (Der Ring, Vv. 5331-5334)
  • Dar an gedacht auch Uotz vom hag; / Er wolt eim fresser legen ab / Und sprach: ‚Her Guggoch ist ein man, / Der selber lieder tichten chan / Von Dietreichen dem Perner; / Den hörtten wir vil gerner, / Dann daz wir also sässin, / Die toten fisch da ässin.‘ / Des daucht sich Guggoch do gemait; / Er huob sein tädinch an und sait: / ‚Es sassen held in einem sal, / Die assen wunder über al‘ / Et cetera bis an ein end. / Die weil die loser warend bhend / Und assen auf die vische gar, / E sein der singer ward gewar. / Do nu daz lied ein end gewan, / Guggoch der wolt heben an, / Ze essen nach seinr zuoversicht: / Des sach er umb - do vand er nicht. / Des jukket er sich in dem grind; / Er schre vil laut: ‚Ich pins ein kind / Und du, Uotz, ein rechter wicht; / Daz prüeft man wol ze diser gschicht.‘ / Was er vor mit singen fro, / Des traurt er so mit wainen do. (Der Ring, Vv. 5919-5944)

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