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Galgenswanch (auch: Galgenswank) ist der Name einer Figur in Heinrich Wittenwilers satirischem Lehrgedicht „Der Ring“. Er kommt aus Nissingen und reist zur Hochzeit von Bertschi Triefnas und Mätzli Rüerenzumph nach Lappenhausen.

Als Varindwand während des Hochzeitsmahls an Fischgräten erstickt, reagiert Galgenswanch erleichtert und dankbar. Beim Tanz beweist er die größte Ausdauer, gibt dem Spielmann Gunterfai sogar ein Ei, damit dieser weiterspielt, und tanzt sehr ausgelassen mit Hächel Schürenprand. Während der Rauferei tötet er den Lappenhauser Troll mit einem Spieß, wird jedoch kurz darauf von Twerg so hart zu Boden geschleudert, dass er sein Leben verliert.

ZitateBearbeiten

  • Erste Erwähnung: Von Nissingen was Galgenswanch, / Ein fromer über seinen danch, / Dar zuo Gerwig Schinddennak / Mit seinem gsellen Scheubinsak, / Dietreich von dem gatter / Und Gugginsnest, sein gfatter, / Storchenpain und Arnolt, / Harnstain und Chriembolt / Und sust vil junger drappen, / Die man da zalt für chnappen. (Der Ring, Vv. 5315-5324)
  • Reaktion auf den Erstickungstod Varindwands: Des chond er doch vil wench geniessen: / Die grät im seinen hals ab stiessen. / Dar zuo sprach do Galgenswanch: / ‚Zarter got, hab imer danch!‘ (Der Ring, Vv. 5905-5908)
  • Tanz: Des nam do Galgenswanch ein ai / Und sprang her gen dem Gunterfai; / Er sprach: ‚Se hin und mach ein guotz! / Ich pin nicht eines chranchen muotz.‘ / Do nu der pfeiffer hiet sein lon, / Er schluog dar an; es dönet schon. / Galgenswank fro Schürenprand / Nam pei îr sneweissen hand / Und spranch da hin mit seinem gsellen / Röschleich gar an alles stellen. / Er feget umb und umb und umb, / Daz seu vil schiere wärind tumb / Worden von der selben gschicht. / Do was der pheiffer nach dersticht / Von dem staub, der in in kam / Und letzet so den guoten man, / Daz er muost lassen von dem gail. / Daz cham den andern auch ze hail, / Den von trümelen swindlent wart / Und vielent nider an der vart. / Daz tet dem vorspringer zorn; / Er schre: ‚Ich han ein ai verlorn / An dem chotzenspilman; / Des müess er heut den hoger han, / Dar zuo geb im got den rampf! / Daz schol er han von mir ze danch.‘ (Der Ring, Vv. 6297-6322)
  • Kampf und Tod: Dar umb kam her gegangen / Mit einem spiess her Galgenswanch / Und stach in über seinen danch, / Daz er an dem ars gelag / Bis an seinen lesten tag. / Juncher Troll der was verlorn. / Do kam der Twerg vil hoch geporn / Mit seiner list, ein chlainer wicht. / Der stangen mocht er gtragen nicht; / Des muost er seine veinde zwingen / Mit würgen, chretzen und mit ringen. / Galgenswanken lief er an: / Pei der mitt er in gewan / Und huob in auf und warff in nider, / Daz er noch nie derstuond her wider. (Der Ring, Vv. 6551-6565)

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