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Dietreich von dem gatter ist der Name einer Figur in Heinrich Wittenwilers satirischem Lehrgedicht „Der Ring“. Er kommt aus Nissingen und reist gemeinsam mit seinem „gfatter“ Gugginsnest zur Hochzeit von Bertschi Triefnas und Mätzli Rüerenzumph nach Lappenhausen.

Während der Rauferei reißt er Niggel Fesafögelli an dessen Bart so heftig so Boden, dass dieser stirbt. Später wird er – trotz seiner Größe – von Twerg zu Fall gebracht und auf einem Auge geblendet. Dietreich wehrt sich mit den Zähnen, bekommt schließlich Twergs Gürtel zu fassen und schleudert ihn über Bertschis Dach. Wutentbrannt holt er daraufhin sein geschliffenes Schwert und tötet eine große Anzahl von Menschen. Alle anderen suchen ihr Heil in der Flucht.

ZitateBearbeiten

  • Erste Erwähnung: Von Nissingen was Galgenswanch, / Ein fromer über seinen danch, / Dar zuo Gerwig Schinddennak / Mit seinem gsellen Scheubinsak, / Dietreich von dem gatter / Und Gugginsnest, sein gfatter, / Storchenpain und Arnolt, / Harnstain und Chriembolt / Und sust vil junger drappen, / Die man da zalt für chnappen. (Der Ring, Vv. 5315-5324)
  • Dietreich tötet Niggel Fesafögelli: Ditz vergalt im Dietreich wol: / Er nam in pei seim langen part / Und zucht in so, daz an der vart / Der kumpagg viel zer erden; / Des muosst er ieso sterben. (Der Ring, Vv. 6487-6491)
  • Dietreichs Kampf mit Twerg: Hern Dietrichen, den grossen man, / Er pei seinen painen gwan / Und schwancht in umb also geswind, / Daz er sich streket sam ein rind. / Doch so schiermpt er seinen chragen, / Daz in der gfüeg nicht mocht gehaben; / Des ward ein anders ghebet an. / Wie schier er kam, der gaggelman, / Und her über den vil grossen / Mit seinen henden also blossen! / Woi, wie hiet er in so gswind / Gemacht an einem augen plind! / Mit schürpfen und mit kretzen / Kond er die veinde letzen. / Das maul wolt er im reissen; / Des huob dirr an ze peissen / Und behuob in mit dem zan, / Bis er im den gürtel gwan. / Do stiess er den vil küenen Twerg / Mer dann dreistund widerd erd / Und warff in über Pertschis tach, / Daz man in niemer me gesach. / Der zorn hiet in begriffen. / Er zucht sein swert, daz gschliffen, / Und schluog umb, daz von einem schlag / Ein michel diet vor im gelag. (Der Ring, Vv. 6576-6601)

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