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Arnolt ist der Name einer Figur in Heinrich Wittenwilers satirischem Lehrgedicht „Der Ring“. Er ist der Sohn Egghart Rindtaischs.

Arnolt, ein Mann wie ein Berg, kommt aus Nissingen und reist zur Hochzeit von Bertschi Triefnas und Mätzli Rüerenzumph nach Lappenhausen. Während der Rauferei wird er in den Mühlbach geworfen, holt sich daraufhin aus dem Haus des Müllers einen Spieß und bringt damit den Lappenhauser Chnotz um. Als Troll dies sieht, schlitzt er Arnolt mit einer Hellebarde den Bauch auf.

ZitateBearbeiten

  • Erste Erwähnung: Von Nissingen was Galgenswanch, / Ein fromer über seinen danch, / Dar zuo Gerwig Schinddennak / Mit seinem gsellen Scheubinsak, / Dietreich von dem gatter / Und Gugginsnest, sein gfatter, / Storchenpain und Arnolt, / Harnstain und Chriembolt / Und sust vil junger drappen, / Die man da zalt für chnappen. (Der Ring, Vv. 5315-5324)
  • Auf Bertschis Aufforderung, weniger zu essen: Des sprach so Arnolt sunderbar: / ‚Dein red wär guot und gäntzleich wahr, / Tätist sei auf meinem tisch. / Gib uns etwas auf die visch!‘ (Der Ring, Vv. 5977-5980)
  • Kampf und Tod: Die weil des vechtens vil geschach / Und Arnolt in den mülipach / Was geworffen an der stund. / Daz wasser gie im in den mund; / Dannocht tätschet er her aus. / Er lieff in des müllners haus: / Der lech im ieso einen spiess. / Secht, do vacht er sam ein fiess! / Er stach dem Chnotzen pei dem nabel / Und sprach: 'Nu se, da lig und zabel!' / Daz was hern Trollen do kain danch; / Der ward do vechtend, daz er stanch. / Mit seiner helmparten / Schluog er her ein scharten / Dem arnolten, daz im der mag / Unter seinen füessen glag. / Da mit so was der Chnotz gerochen / Und die helmpart auch zerprochen. (Der Ring, 6526-6543)
  • Trauer des Vaters: Do nun Egghart ghöret daz / Und wie Arnolt was derschlagen, / Secht, do huob sich jamers chlagen / Von dem vatter umb sein knaben - / Ier ghort es nie pei ewern tagen! [...] Doch was im vil me ze clagen, / Daz sein sun (recht sam ein perg / Ein man) derstarb von einem twerg, / Lästerleich und ane peicht, / Seiner er und sel unleicht. (Der Ring, Vv. 6711-6715; 6729-6733)

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